• Reparaturen

Was man wissen sollte...

Auch ein Klavier wird älter. Worauf sollten Sie achten:

  • 80% aller älteren Klaviere leiden unter dem Problem der »lockeren Wirbel«.
    Das bedeutet, dass die Instrumente einmal hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt waren
    und nun durch trockene und warme Heizungsluft großen Schaden nehmen:
    Der Stimmstock wird rissig oder das Stimmwirbelloch ist so ausgeweitet,
    dass der Stimmwirbel die Zugkraft der Saite nicht mehr halten kann.
    Ein Stimmstockwechsel lohnt sich jedoch nur, wenn es sich um ein hochwertiges Klavier handelt.
    Ist der Stimmstock noch nicht zu sehr gerissen,
    ist das Wechseln der Stimmwirbel (Ersetzen durch stärkere Wirbel) eine Reparatur,
    die man auch bei einem »Durchschnittsklavier« befürworten kann.
    In Ausnahmefällen führe ich diese Reparatur auch vor Ort aus, so entfallen hohe Transportkosten.



  • Eine moderne Klavier- oder Flügelmechanik besteht aus bis zu 6000 Einzelteilen
    die mehr oder weniger hohen Belastungen ausgesetzt sind.
    Hier findet in erster Linie ein Verschleiß am Hammerkopf statt.
    Der Filz wird hier im Laufe der Jahre so abgespielt oder eingedrückt,
    dass kein klarer sauberer Klavierton entstehen kann.
    Das Abschleifen der Hammerköpfe bewirkt, dass der Scheitel wieder exakt auf die Saiten trifft.
    Ist ein Abschleifen nicht mehr möglich, kann der Hammerkopf neu befilzt oder erneuert werden.







  • Jeder einzelne Hammer läuft in einer Achse (Hammernusskapsel)
    die entweder im Laufe der Jahre ausleiert oder durch Einflüsse von Luftfeuchtigkeit zu fest geht
    (die häufigste Ursache wenn ein Ton »hängt«).
    Durch gängig machen oder erneuern der Achsstifte erreicht man,
    dass der Hammer wieder einen geraden und leichten Weg zur Saite zurücklegt.








  • Klangliche Einbußen ergeben sich, wenn der Resonanzboden oder der Steg gerissen ist.
    Durch fachgerechtes Ausspanen der Risse oder Reparatur des Steges
    kann der Originalklang des Instrumentes wieder hergestellt werden.











  • Um die präzise Funktion einer Mechanik zu gewährleisten muss diese genau eingestellt/ reguliert werden. Dabei geht es meist um zehntel Millimeter.
    Die meisten Kunden ahnen nicht einmal, wie viel »Reserven« durch eine exakte Regulierung in ihrem Klavier stecken!
  • Ein immer wieder auftretendes Problem ist der Schädlingsbefall.
    Motten sind in der Lage den gesamten Filzbestand einer Mechanik zu zerstören.
    Mäuse richten noch größeren Schaden an, sind aber nach wenigen Wochen sehr musikalisch (kommt auf den Pianisten an).
    Der Holzwurm geht in der Regel nur ins Gehäuse, ist aber durch handelsübliche Mittel zu beseitigen.
  • Wenn die Klaviatur eines Klaviers optisch nichts mehr hergibt (vergilbte oder abgeplatzte Beläge)
    dann besteht die Möglichkeit diese zu überarbeiten: Schleifen, Polieren, Bleichen; oder den Belag zu erneuern.
    Äußerliche Reparaturen, Restauration der Oberfläche bis hin zur Neulackierung werden individuell nach den Kundenwünschen durchgeführt.